Die Yora sind eine von mehreren Stammesgruppen, die verwandte Sprachen sprechen (insgesamt bekannt als die Panoan Sprachfamilie). Die Yora und andere Stämme in ihrem Gebiet sind vor ca. 100 Jahren in das Gebiet geflohen, wo sie nun leben.
Ihr Rückzug in den tiefen Dschungel war ein Versuch, den Massakern, der Sklaverei und Krankheiten zu entkommen, als während des sogenannten ‘rubber booms’ Firmen in ihr Gebiet eindrangen, um die Gummibäume des Amazonas anzuzapfen.
Die Yora leben heute freiwillig in Isolation, zum größten Teil von Außenstehenden unkontaktiert. Sie leben nomadisch, in kleinen familiären Gruppen, die oft umherziehen. Während der Trockenzeit leben sie an den Flussufern, da Fischen relativ einfach ist und Schildkröteneier an den Sandstränden gesammelt werden können.
Während der Regenzeit ziehen sie sich tiefer in den Wald zurück, um zu jagen und Früchte, Beeren und Nüsse zu sammeln.
Das Zufluchtsgebiet der Yora wurde erstmals in den 80er Jahren von Shell gestört, die nach Öl forschten. Die zur Erforschung der Ölfelder geschlagenen Pisten wurden daraufhin zu bequemen Zugangswegen für Kolonisten, die Erkältungen, Grippe und andere Krankheiten mit sich brachten, mit denen die isoliert lebenden Einheimischen nie zuvor in Kontakt gekommen waren.
In der Epidemie, die daraufhin ausbrach, starben zwischen 50 und 100 Yora. 1996 erkundete auch der Ölkonzern Mobil diese Region, internationale Proteste führten jedoch schliesslich dazu, dass der Konzern sich zurückzog und die Regierung einen großen Teil des Gebiets zum Indianerreservat erklärte.
Ein entscheidender Teil wurde dabei jedoch außer Acht gelassen und nun arbeiten Holzfirmen am Rande des Gebietes und kämpfen energisch dafür, dass die Regierung ihnen Zugang gewährt.
Falls die Holzfirmen in das Reservat eindringen, werden viele der isoliert lebenden Einheimischen vor dem Lärm und der Zerstörung fliehen, einige werden zweifellos aus Angst mit gewalttätigen Konfrontationen gegen die Eindringlinge reagieren – und viele werden durch sich ausbreitende Krankheiten sterben.
Survival war seit 1996 stark an den Protesten gegen Mobils Erforschung des Gebiets beteiligt. Unsere Briefkampagnen und Mahnwachen in europäischen Städten trugen maßgeblich dazu bei, Mobil davon zu überzeugen, sich 1998 aus dem Gebiet zurückzuziehen und die Regierung zu überzeugen, im Jahr 2000 ein Reservat zu gründen.
Survival ruft die Regierung dazu auf, das Reservat zu erweitern, so dass es das gesamte Land einschließt, auf dem die isoliert lebenden Ureinwohner leben und außerdem entsprechend dem internationalen Recht, ihre Landrechte vollständig anzuerkennen.
Um dies zu erreichen, arbeitet Survival mit lokalen indigenen Organisationen und anderen Einheimischen in der Gegend zusammen. Dabei ist es das Ziel, einen angemessenen Schutz vor Holzfällern und anderen Siedlern für die isoliert lebenden Indianer zu gewährleisten.
Hier klicken, um einen Beispielbrief an die peruanische Regierung aufzurufen
Um an ihren Abgeordneten oder Ministerpräsidenten zu schreiben, klicken Sie auf Ihren Landtag:
Baden-Würtemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein,
Thüringen
Bundestag, Abgeordneten-Watch