Die Tradition der Wichí ist das Jagen, Fischen und der Gartenbau. Ihr Land war einmal fruchtbares Grasland und Wald und versorgte sie mit allem, was sie zum Leben brauchten.
Aber die Einführung von Rindern durch Siedler hat ihre Gebiete in eine trockene Wüstenlandschaft verwandelt und die Wichí erleiden als Konsequenz periodische Hungersnöte.
Sie sind auch zunehmend von Gelegenheitsarbeit für Außenstehende abhängig geworden, um sich ihr Überleben zu sichern.
Das Land der Wichí ist seit 100 Jahren ständig von Fremden übernommen worden. Seitdem wurden ihre Wälder entforstet und Rinderherden wurden von Siedlern darauf eingeführt. Das Vieh macht das Land der Wichí nicht nur zur Wüste, sondern bricht auch in die winzigen Landstücke ein, die den Wichí noch übriggeblieben sind, und zerstört ihre Ernte.
Die Wichí haben fast kein Land und kein Auskommen mehr. Seit 1996 haben die lokalen Salta-Behörden wiederholt versprochen, die indianischen Gebiete anzuerkennen aber haben bislang ihre Versprechungen noch nicht eingehalten. Sie haben sogar im Gegenteil die neuen Landbesitzer und die Entforstung der Wälder unterstützt und geben weiterhin Land an neue Siedler ab.
Sie weigern sich immer noch, die Rechte der Wichí anzuerkennen. Die Gemeindeverwaltung hat vor, eine Fernstraße zu bauen, um eine nach Paraguay führende Brücke mit dem staatlichen Landstraßensystem zu verbinden und die Gegend weiterer Kommerzialisierung zu unterziehen.
Viele verschiedene Wichí-Gemeinschaften haben Verbände gegründet oder sich zusammengeschlossen, um für die Anerkennung ihrer Landrechte zu kämpfen. Sie haben der Regierung Gesetzesentwürfe vorgelegt und Petitionen an die Staatsregierung gerichtet. Survival unterstützt sie in ihrem Existenzkampf.
Survival drängt die Regierung dazu, Druck auf die Salta-Behörden auszuüben, damit diese ihre Versprechen den Wichí gegenüber einhalten und die Landrechte der Wichí in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht und mit der regionalen und nationalen Verfassung sicherzustellen.